Maximilian P. Hahn wünscht sich mehr Beton um den Bahnhof

7. November 2019
Der Braunschweiger Hauptbahnhof soll endlich das Gefühl einer richtigen Großstadt vermitteln - Vorbild könnte laut Maximilian P. Hahn das Frankfurter Bahnhofsviertel sein. Symbolfoto: Sina Rühland
Braunschweig. Die ersten Entwürfe für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes sorgen für vielfältige Diskussionen - besonders der Beschnitt des Viewegsgartens steht in der Kritik. Hierzu erreichte uns nun ein Kommentar des Braunschweiger Ratsherren Maximilian P. Hahn, sozial- und Kulturpolitischer Sprecher der Fraktion P² aus der Partei "Die PARTEI" und den Piraten, den wir im folgenden unkommentiert und ungekürzt veröffentlichen.

Der Bereich vor dem Braunschweiger Bahnhof soll also umgestaltet werden, die Kurt-Schumacher-Straße gleich mit und auch die Parkanlage Viewegs Garten ist betroffen.

Maximilian Hahn. Foto: Dontscheff

Ich höre schon die BiBS rufen: „Tod und Verderben wird über uns hereinbrechen.“ Und die Grünen: „Warten wirs mal ab, wir können ja auch mit einer Bürgerinformationsveranstaltung Teilhabe simulieren.“ Vielleicht sollten wir uns jetzt mal zu dem bisherigen Plan positionieren und Änderungwünsche einbringen: Der Braunschweiger Hauptbahnhof ist für viele Besucher, Pendler und Auswärtsfans das Tor zur Stadt – und dieses Tor ist Hunderte von Metern von der eigentlichen City entfernt – was sich im Übrigen mit der Umgestaltung auch nicht ändern wird.Nun ja, wir alle wissen, dass unsere Politik sowieso schon Komplexe hat – weil sie gerne eine Großstadt hätte – aber nicht die nötige Infrastruktur mitbringt. Aber das ändern wir ja jetzt – also bald. Es ist mir daher ein persönliches Anliegen dieses Viertel dem Vorbild des Frankfurter Bahnhofsviertel nachzuempfinden: Mehr Beton, mehr Schmutz – und vor allem mehr Drogen. Der Park ist aus meiner Sicht ein notwendiger Bestandteil dieses Konzeptes. Spätestens nach den bürgerkriegsähnlichen Zuständen an Himmelfahrt im Prinzenpark wissen wir, dass Kriminalität und Park zusammen gehören wie Pech und Schwefel. Eventuell lässt sich auch die stadtplanerische Gestaltung im Sinne eines Neobrutalismus fortführen, ein fast gelungenes Beispiel hierfür könnte der Ebertplatz in Köln sein.

Ich bin mir sicher, andere Großstädte lassen uns bestimmt an ihren durchweg positiven Erfahrungswerten mit einer dichten, kompakten Bebauung im direkten Bahnhofsumfeld teilhaben – damit auch wir bald das Gefühl einer richtigen, echten Großstadt verspüren.

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