Nachtruhe ab 20 Uhr – Heftiger Gegenwind der Leserschaft

23. Juni 2017 von
Ein Übersicht zu den Meinungen unserer Leser. Foto: Pixabay/Nick Wenkel/Facebook
Braunschweig. In seiner Sitzung am Mittwoch beschloss die Stadt Braunschweig neue Verordnungen zum Thema Sicherheit und Lärmschutz. Unter anderem fängt die Nachtruhe nun schon ab 20 Uhr an. Heftigen Gegenwind erhielt die neue Regelung bei den Lesern unserer Online-Zeitung.

Das sind die Meinungen der Facebook-User:

„Kein Wunder, dass Kreative nach Leipzig oder Berlin gehen“

Auch per Mail wandte sich ein Leser an unsere Redaktion und äußerte seinen Unmut zur neuen Regelung. Sein Schreiben geben wir ungekürzt und unkommentiert wieder:

„Das ist typisch Braunschweig! Immer mehr Regelungen und Verbote. Die Hintergründe für diese Verordnung wird wohl nur der Rat selbst verstehen. Für mich ist es ein Widerspruch, dass man sich zum einen als zukunftsorientierte und kinderfreundliche Stadt präsentieren will, dann aber mit solch einer und anderen Verordnungen von genau diesen Werten immer weiter entfernt.

Es sind doch gerade die jungen Erwachsenen, welche unsere Stadt durch neue Technologien, Startups und kreative Ideen vorantreiben können und (beispielsweise durch die Austragung des Gründerpreises, Gründerinnentages,…) sollen. Vergessen wird meiner Meinung nach, dass es genau diese Jugendlichen sind, die gerne Partys im Park oder andere Events wie das Kastenrennen oder auch die Bierflut planen, bewerben und sich dort auch untereinander weiter vernetzen wollen. Durch diese Verbote, Auflagen, oder jetzt die weitere Senkung der Nachtruhe auf 20 Uhr werden ihnen von der Stadt Steine in den Weg gelegt, beziehungsweise der Weg komplett gesperrt. Es scheint so, als ob im beruflichen Alltag die Kreativität gewünscht wird, diese aber zum Feierabend bitte schnell ihre Grenzen finden soll. Ein Armutszeugnis der Stadt Braunschweig!

Auch Gespräche zwischen Vertretern der Stadt Braunschweig und junger Organisatoren von Partys an öffentlichen Plätzen führten (wie man nun nach zwei Jahren sagen kann) ins Leere. Hier braucht sich niemand wundern, dass junge Kreative nach Berlin oder Leipzig gehen, weil Braunschweig seit Jahren unattraktiver wird.“

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