Naherholung mit viel Natur: Bienroder Teich wird umgestaltet

9. September 2019
Am Biendroder Kiesteich wird sich einiges ändern. Foto: Max Förster
Braunschweig. Das Konzept der Verwaltung zum Bienroder Kiesteich ist vom Planungs- und Umweltausschuss beschlossen worden. Es sieht vor, die besondere ökologische Bedeutung des Naturraums mit seinen Biotopstrukturen zu erhalten und gleichzeitig die Naherholungsqualität des Landschaftsraumes deutlich zu verbessern. Die Stadt Braunschweig berichtet in einer Pressemitteilung.

So soll das Wegesystem unter Erhalt der Grünstrukturen und Baumbestände teilweise erneuert und mit Sitzmöglichkeiten ergänzt werden. Die Bereiche des Süd- und Ostufers sollen ebenfalls ohne Eingriffe in die Gehölzflächen umweltverträglich mit Freizeit- und Sportanlagen wie Picknick- und Grillplätzen, einem Trimm-Dich-Pfad und einem Beachvollyballfeld ausgestattet werden.

Viele Veränderungen geplant

Mit den Plänen, den Naherholungswert des Bienroder Kiesteichs zu steigern, reagiere die Stadt auch auf die gestiegenen Einwohnerzahlen in dem Bereich und dem Bau der Flüchtlingsunterkunft „Im Großen Moore“. Mit Pflege- und Säuberungsarbeiten außerhalb der Brut- und Setzzeit seien erste Verbesserungen bereits veranlasst worden. Ein Großteil der Arbeiten soll durch die Volkshochschule (VHS) Arbeit und Beruf erledigt werden. Die Kosten von 470.000 Euro sollen über die Haushaltsplanung der drei kommenden Jahre abgesichert werden. Das Projekt wird also in den Haushalt 2020 eingebracht.

Der Naherholungsbereich um das Südufer erhält einen Zugangsbereich mit neuer Wegeverbindung, einen Grillplatz und eine Trimm-Dich-Anlage, Sitzbänke und Fahrradständer. Zudem werde ein Barfußpfad eingerichtet, der auch von der Grundschule Waggum genutzt werden kann. Im Bereich des Ostufers werde der Sandstrand gesäubert und mit zwei Hängematten ausgestattet. Zudem soll ein Beachvolleyballfeld entstehen, neue Gehölze aus heimischen Baum- und Straucharten ergänzen den Bereich. Der nördlich anschließende Aussichtshügel erhält Sitzsteine und soll auf Wunsch des Stadtbezirksrates im Winter gegebenenfalls als Rodelhügel genutzt werden.

Auch in Zukunft kein Badespaß

Nicht möglich wird weiterhin das Baden sein. Eine Aufsicht kann die Stadt nicht finanzieren, zudem gebe es großformatige Betonreste im Wasser, die das Baden dort gefährlich machen. Das Badeverbot soll mehrsprachig rund um den Teich ausgeschildert werden.

Die Aufwertung des Naherholungsgebiets geht einher mit dem Bau von 44 Parkplätzen in extensiver Schotterrasenbauweise auf einer städtischen Ackerfläche an der Claudiusstraße. Damit soll das Problem des wilden, widerrechtlichen Parkens auf der Straße Im großen Moore gelöst werden.

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