Neuer Schwung für mögliche Strecken-Reaktivierung nach Harvesse

27. November 2018
Symbolfoto: Archiv
Braunschweig/Peine. In den Haushalt des Regionalverbandes Großraum Braunschweig (RGB) sollen weitere 70.000 Euro für die Machbarkeitsstudie der Strecken-Reaktivierung von Braunschweig nach Harvesse, die die SPD-Fraktion im RGB gemeinsam mit Bündnis 90/Grünen und CDU beantragt hat, eingestellt werden. Darüber informiert die SPD in einer Pressemitteilung.

„Die ersten Zwischenergebnisse, die im Ausschuss für Regionalverkehr am Mittwoch, 21. November bekanntgegeben wurden zeigen, dass es sich lohnt, die Untersuchungen weiterzuführen“, so Julia Retzlaff, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im RGB. „Die Hürden für eine Reaktivierung erscheinen bisher nicht unüberwindbar. Unser beantragtes Gutachten soll daher bis Mitte 2019 endgültige Klarheit geben.“

Die Probleme

Die größten Herausforderungen lägen demnach derzeit im Bereich der Infrastruktur: „Der Streckenabschnitt von der Deponie Watenbüttel nach Harvesse wird derzeit von Volkswagen als ‚nichtöffentliche Eisenbahn‘ betrieben“, so Retzlaff. Es gelte daher nun zu klären, ob und zu welchen Bedingungen VW die Strecke daher in Gänze abtreten und so den Weg für den Personenverkehr freimachen würde. „Schwierig stellt sich die Situation dazu perspektivisch auf dem Abschnitt zwischen dem Braunschweiger Hauptbahnhof und Braunschweig-Gliesmarode dar. Hier könnte die eingleisige Strecke, wenn der anvisierte Halbstundentakt zwischen Braunschweig und Gifhorn kommt, an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen“, erklärt Retzlaff weiter. Ein Problem, das durch mögliche Infrastrukturmaßnahmen gelöst werden könnte, ebenso wie die ebenfalls nötigen Kreuzungsmöglichkeiten für die anvisierte Strecke nach Harvesse. „Denkbar wären hier Watenbüttel und Rühme West“, sagt Retzlaff.

Gutachten soll bis Mitte 2019 vorliegen

Christoph Bratmann. Foto: SPD

Christoph Bratmann, zuständiger Landtagsabgeordneter, ergänzt: „Wichtig ist, dass die Lärmbelastung für die Anwohner in einem vertretbaren Rahmen bleibt, auch das gilt es zu untersuchen. Wir möchten gemeinsam Wege finden, um eine mögliche Reaktivierung zu einem Gewinn für alle werden zu lassen.“ Retzlaff skizziert daher die folgenden Schritte: „Bis Mitte 2019 soll das abschließende Gutachten inklusive aller nötigen Maßnahmen und Kosten vorliegen. Dann können wir abschließend über die Reaktivierung beraten.“ Die SPD-Fraktion bleibe in jedem Fall am Ball: „Die Zwischenergebnisse zeigen, dass es richtig war, das Gutachten in Auftrag zu geben. Eine Reaktivierung ist nicht unmöglich und für alle die, die unsere ÖPNV-Infrastruktur kontinuierlich weiterentwickeln wollen, sind das sehr gute Nachrichten.“

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