Neues Ultraschallgerät für Klinikum Braunschweig

16. Mai 2019
Die Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie freut sich über ein neues Ultraschallgerät. Foto: Peter Sierigk
Braunschweig. Förderverein finanziert der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie spezielles Ultraschallgerät. Dies teilt das Klinikum in einer Pressemitteilung mit.

„Einer der Grundsätze in der Strahlentherapie ist es, einen Tumor mit der höchstmöglichen Dosis zu bestrahlen und dabei gleichzeitig die umliegenden Organe und Gewebe zu schonen“, so Professor Dr. Wolfgang Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie des Klinikums Braunschweig. Trotz der technischen Fortschritte im Bereich Technik und Software sei dieses immer noch eine Herausforderung, erläutert er weiter. „Gerade bei Tumoren im Unterleibsbereich, wie z.B. bei Prostata- oder Gebärmuttertumoren, liegen die betroffenen Stellen dicht bei anderen Organen. Deshalb lassen wir die Patientinnen und Patienten vor der Behandlung viel trinken. Die gefüllte Blase ‚drückt‘ dann im Liegen z.B. den Dünndarm beiseite und wir können so die Prostata bestmöglich bestrahlen, ohne den Darm zu treffen.“ Hierfür sei aber eine exakte und reproduzierbare Blasenfüllung erforderlich.

„Wir müssen einfach wissen, ob die Blase genügend gefüllt ist und dadurch das umliegende Gewebe nicht mehr im Strahlungsbereich liegt“, erklärt Irmtraud Warnecke, Leitende Medizinisch- technische Assistentin der Klinik. „Hierzu benutzen wir ein spezielles Ultraschallgerät, dass uns nicht die sonst üblichen Bilder, sondern die exakte Füllmenge der Blase liefert. Wenn nötig, muss der Patient dann noch etwas mehr trinken.“
Bisher war nur eines dieser € 12.000 teuren Mobilgeräte in der Klinik bei drei Behandlungsplätzen (Linearbeschleunigern) im Einsatz. Dank des Fördervereins ‚Freunde und Förderer des Städtischen Klinikums Braunschweig e. V.‘ konnte jetzt ein zweites Gerät angeschafft werden. „Wir freuen uns, dass wir unbürokratisch der Klinik für Strahlentherapie helfen konnten und wis- sen, dass die Spendengelder, die wir hierfür zur Verfügung gestellt haben, den betroffenen Patientinnen und Patienten bei ihrer Therapie helfen“, so Christine Wolnik, Vorsitzende des Vereins.

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