Otto-Bennemann-Stiftung: Markurth übernimmt Vorsitz

8. Juni 2016 von
Dr. Rainer Zirbeck und Ulrich Markurth vor dem Bildnis von Otto Bennemann, Foto: Robert Braumann

Braunschweig. Der Vorsitz des Vorstands der Otto-Bennemann-Stiftung Braunschweig hat gewechselt. Nach 22 Jahren ist Gründungsvorsitzender Dr. Rainer Zirbeck nach seinem 75. Geburtstag satzungsgemäß ausgeschieden. Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat das Amt zum 1. Juni 2016 übernommen.

Otto Bennemann (1903 bis 2003) war von 1954 bis 1959 Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig und anschließend Innenminister des Landes Niedersachsen. Der Sozialdemokrat gehörte zu den Autoren des Godesberger Programms der SPD. 1968 erhielt er die Ehrenbürgerschaft der Stadt Braunschweig. Otto Bennemann hat zwei Stiftungen gegründet: die „Otto-und Franziska-Bennemann-Stiftung“ mit Sitz in Bonn sowie 1994 als 91-Jähriger in seiner Heimatstadt die „Otto-Bennemann-Stiftung Braunschweig“. Die Stiftungen fördern politische Bildung, Völkerverständigung, Schulbuchforschung und die Behindertenarbeit. In Braunschweig werden die Lebenshilfe, das Georg-Eckert-Institut und der Internationaler Arbeitskreis Sonnenberg unterstützt. Ulrich Markurth sagte: „Otto Bennemann ist eine der herausragenden Persönlichkeiten der Braunschweiger Geschichte. Er war dabei immer sehr zurückhaltend, aber wenn er etwas zu sagen hatte, dann hatte es Gewicht und man hat sehr genau hingehört.“ Es sei ihm ein Anliegen gewesen, die Stiftung im Sinne von Bennemann weiterzuführen, deshalb habe er auch nicht gezögert, als die Frage nach der Nachfolge im Raum stand. „Ich glaube er wäre uns sehr böse gewesen, wenn wir das Ganze einfach administrativ geregelt hätten.“

Dr. Rainer Zirbeck und Ulrich Markuth stellten die Stiftung vor

Dr. Rainer Zirbeck und Ulrich Markuth stellten die Stiftung vor

Er habe großen Anteil an der Erfolgsgeschichte der Stadt, sei aber immer sehr bescheiden gewesen. Es gäbe wenig Bilder und habe nie im Mittelpunkt stehen wollen. Zirbeck dankte er für seinen großen Einsatz und seine jahrelange Arbeit.  Der scheidende Vorstandsvorsitzende ergänzt: „Er hat sich gewünscht, dass die Stiftung stadtnah geführt wird, das können wir nun weiter umsetzen.“ Er beschrieb Bennemann als einen unglaublich präzisen Denker, der mit seiner gestochen scharfen Intelligenz und hohen Moralvorstellungen, die er stets an sich selbst stellte, ein Gigant in vielerlei Hinsicht gewesen sei. Er habe das große Glück gehabt Bennemann in den letzten Jahren seines Lebens begleiten zu dürfen. Sein kristallklarer Geist, seine felsenfesten ethischen Fundamente und seine auschließlich am Gemeinwohl ausgerichtete Lebensführung hätten ihn sehr beeindruckt und so habe er gerne einen Beitrag geleistet, um sein Lebenswerk über seinen Tod hinaus weiterzuführen. „Er kam als eines von fünf Kindern eines Schlossers mit knapp 13 Jahren aus der Schule, für ihn galt Zeit seines Lebens: Emanzipation durch Bildung.“ Bis ins hohe Alter sei er klar im Verstand gewesen. „Ich trete mit großer Dankbarkeit ab und freue mich weiter an seinem Andenken zu arbeiten. Ich danke Ulrich Markurth, dass er nun mein Amt übernimmt“, so Zirbeck. Die Stiftung wurde im Jahr 1994 gegründet und hat bischer insgesamt 1.381.300 Millionen Euro an die festgelegten Empfänger ausgeschüttet.

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