Pläne für den Minikreisverkehr in Schapen nehmen nächste Hürde

5. Dezember 2018
Der Planungs- und Umweltausschuss hat in seiner Sitzung am 4. Dezember der Empfehlung des Tiefbauamtes zum Bau eines Minikreisverkehrs in Schapen zugestimmt. Foto: pixabay
Braunschweig. Seit Jahren kämpfe der Bezirksrat Volkmarode-Schapen-Dibbesdorf für einen Minikreisverkehr in Schapen. Schon mehrfach sei es hier zu Unfällen gekommen. Nun habe das Projekt gestern eine vorletzte Hürde genommen, berichtet Bezirksbürgermeister Ulrich Volkmann am Mittwoch.

Der Planungs- und Umweltausschuss hat in seiner Sitzung am 4. Dezember der Empfehlung des Tiefbauamtes zum Bau eines Minikreisverkehrs in Schapen zugestimmt, berichtet Volkmann. „Ich bin glücklich und erleichtert.“ gab Bezirksbürgermeister Ulrich Volkmann zu Protokoll, der von seinem Rederecht Gebrauch gemacht und vor dem Ausschuss erneut für den Minikreisel plädiert hat.

In einer kurzen Rückschau berichtete er, dass bereits seit mehr als 3 Jahrzehnten immer wieder insbesondere von Eltern die Entschärfung der Kreuzung eingefordert wurde. Es gab nicht nur Unterschriftensammlungen, sondern sogar eine Demo, ja selbst einen Akt zivilen Ungehorsams, indem Eltern mit Kinderwagen und Buggys die Kreuzung blockiert haben. Nach der Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse nach der Kommunalwahl 2011 ist dann die Koalition aus SPD und Grünen aktiv geworden und hat einen Antrag auf den Bau einer Ampel gestellt.

Ulrich Volkmann. Foto: privat

Dieser Vorschlag wurde in Schapen heftig diskutiert. Es gab eine beträchtliche Anzahl von Gegnern einer Ampellösung. Als dann das Tiefbauamt eine Alternativlösung in Form eines Kreisverkehrs oder Minikreisverkehrs präsentierte, einigten sich die Gegner der Ampel und der Bezirksrat auf diesen Kompromiss. „Meine Sorge war, dass sich der Ort an dieser Frage entzweit“ sagte Ulrich Volkmann.

In der Zeit danach hat der Bezirksrat immer wieder in Anfragen und der Bezirksbürgermeister in direkten Gesprächen an die Lösung des Problems erinnert. Für die Übergangszeit wurde eine „Sofortlösung“ in Form einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km im Kreuzungsbereich und eine Sichtverbesserung durch Poller geschaffen.

Anfang 2018 präsentierte dann das Tiefbauamt dann eine neue Variante vor. Das „Schapener Ei“, ein Minikreisverkehr in ovaler Form. Dabei handelt es sich um die preiswerteste Variante, da keine Landankäufe erforderlich sind. Der Mittelkreis wird so gestaltet, dass Lkw und Busse dort problemlos überfahren können. An allen 4 Einfahrten werden gut gesicherte Fußgängerübergänge geschaffen. Diesem Vorschlag hat der Bezirksrat Volkmarode einstimmig zugestimmt.

Vor einigen Jahren bekam das Projekt zusätzliche Unterstützung. Von Mitbürgern wurde ein „Arbeitskreis Verkehr“ gegründet, der ebenfalls mit verschiedenen Maßnahmen für bessere Verkehrsbedingungen in Schapen aktiv war. Eine wertvolle Hilfe. Bezirksbürgermeister Ulrich Volkmann ließ auch diese Tatsache in seinem Vortrag vor dem Ausschuss nicht unerwähnt. Er beendete seinen Beitrag mit den Worten: „Wir Schapener haben sehr, sehr lange auf eine Entscheidung gewartet. Wir haben es verdient, dass nun hoffentlich Taten folgen.“

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