Regionales Schülerticket kommt erst 2020 und wird teurer

12. Februar 2019 von
Die Planung eines gemeinsamen regionalen Schülertickets lässt sich zu Beginn des Schuljahrs 2019 nicht realisieren. Foto: Archiv
Braunschweig. Der Rat hatte der Verwaltung im September den Auftrag gegeben, für das Schuljahr 2019/2020 ein regional geltendes Schülerticket auf den Weg zu bringen, das sich preislich im Bereich 15 bis 20 Euro pro Monat bewegt. In einem ersten Sachstandsbericht der Verwaltung wurden dem Rat in seiner Sitzung am heutigen Dienstag erste Ergebnisse präsentiert. Demnach kommt das Ticket später und wird teurer.

Man habe mit den anderen Mitgliedern im Regionalverband gesprochen. Es sei klar geworden, dass eine verbundweite Einführung eines einheitlichen Schülertickets zum Schuljahresbeginn 2019/2020 nicht möglich sei. Grund hierfür sei insbesondere, dass die erforderlichen Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse sowie die finanzielle Absicherung eines zukünftigen Schülertickets einen längeren zeitlichen Vorlauf benötigten. Zudem hätten die weiteren Verbandsglieder keine diesbezüglichen Gelder in ihren Haushaltsentwürfen für das kommende Haushaltsjahr eingestellt.

Übergangslösung für Braunschweig?

Allerdings sieht der Ratsbeschluss vor, dass für diesen Fall eine Übergangslösung nur für die Stadt Braunschweigerarbeitet wird. Die Verwaltung werde jetzt mit der Braunschweiger Verkehrs-GmbH, dem Regionalverband und der VRB nach einem oder mehreren geeigneten Modellen für eine Braunschweiger Übergangslösung suchen. Diese sollen dem Rat nach Ostern vorgestellt und in die Gremienberatung eingebracht werden.

In den Gesprächen mit den anderen Verbandsmitgliedern sei auch deutlich geworden, dass man eine Ausgabepreis von 20 oder 30 Euro je Monat anstrebe. Die Verwaltung habe das Ziel, eine von allen Verbandsgliedern getragene Lösung zu finden, höher bewertet als die vom Rat formulierte Preisspanne.

„Die Zukunft der Mobilität“

Antje Keller (CDU) begrüßte dies in der Ratssitzung. Eine regionale Lösung müsse Vorrang haben. Sie betonte aber auch, dass weiterhin die Landesregierung in der Pflicht sei, an der im Koalitionsvertrag stehenden landesweiten Lösung zu arbeiten. 

Peter Rosenbaum (BIBS) erinnerte daran, dass die Initiative für das Projekt von den Schülern ausgegangen war und diese eigentlich ein kostenloses Ticket gewünscht hätten.

Christoph Bratmann (SPD) wies darauf hin, dass weniger entscheidend ist, von wem die Idee stamme, sondern dass sie nun letztlich umgesetzt werde. Die jungen Menschen würden so an den ÖPNV herangeführt. „Es geht um die Zukunft der Mobilität“, so Bratmann.

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