Sanierung der Stadthalle beginnt später und dauert länger

11. Juli 2019 von
Die Stadthalle ist etwas in die Jahre gekommen. Insbesondere die Technik hinter den Kulissen ist komplett erneuerungsbedürftig. Fotos und Podcast: Alexander Dontscheff
Braunschweig. Eigentlich sollte die Sanierung der Stadthalle bereits im kommenden Jahr beginnen und 18 Monate dauern. Wie die Stadtverwaltung am heutigen Donnerstag in einem Pressegespräch mitgeteilt hat, werden sich die Arbeiten auf 2021 verschieben und insgesamt 30 Monate in Anspruch nehmen.

Dies sei zum einen dem Fakt geschuldet, dass sich der Denkmalschutz erst nach den ursprünglichen Planungen gemeldet habe. So sollte etwa die Fassade komplett ausgetauscht werden, was jetzt nicht mehr möglich ist. Man stehe nun vor der anspruchsvollen Aufgabe, eine denkmalgerechte Sanierung  im Bestand durchzuführen, betonte Erster Stadtrat Christian Geiger. „Außerdem ist es schwierig, derzeit Baumaßnahmen am Markt zu platzieren“, ergänzte Projektleiter Markus Schlimme. Man wolle dem Totalunternehmer, der für das Projekt gesucht werde, mehr Zeit geben.

Auch wenn die derzeitige Situation im Baugewerbe auch Einfluss auf die Preise habe, geht man in der Verwaltung nur von einem geringen Anstieg der Kosten von 1,7 Prozent aus. Statt 58,4 Millionen Euro rechne man nun mit 59,4 Millionen. Ein paar Ungewissheiten gebe es aber noch. So würden derzeit die Entwässerungsleitungen überprüft. „Wir wollen die Risiken im Vorfeld minimieren“, betonte Schlimme.

Erster Stadtrat Christian Geiger und Projektleiter Markus Schlimme verdeutlichen im großen Saal, dass manche Maßnahmen auf den ersten Blick kaum erkennbar sein, letztlich aber eine große Wirkung erzielen werden.

Der weitere Plan sieht nun vor, dass im Dezember dieses Jahres über das Vergabeverfahren entschieden werden soll. Ende 2020 soll dann der Auftrag – ebenfalls mit Beschluss des Rates – vergeben werden. In den Jahren 2021 bis 2023 wird die Sanierung durchgeführt. Dabei soll mit dem Totalunternehmer ein verbindlicher Termin für die Wiedereröffnung festgelegt werden, damit die Betreiber der Stadthalle sicher planen können. Ab wann es in der Stadthalle keinen Veranstaltungsbetrieb mehr möglich ist, soll im Sommer 2020 festgelegt werden.

Projektleiter Markus Schlimme im Interview:

Projektleiter Markus Schlimme.

Neben den sehr aufwändigen technischen Erneuerungen im gesamten Gebäude, nicht zuletzt im Großen Saal und Congress-Saal, stehen bei der Sanierung die Erweiterung mit zusätzlichen Räumen für den Seminar- und Tagungsbetrieb („Break-out-Räume“) im Bereich des heutigen Restaurants „Löwenkrone“, die optische Aufhellung des Foyers im Saalgeschoss sowie der verbesserte Brandschutz im Zentrum der geplanten Erneuerungen. Für einen derzeit in der Planung nicht vorgesehenen möglichen dritten Saal für Konzerte werden die technischen Voraussetzungen geschaffen. Eine spätere Umsetzung ist abhängig vom künftigen gesamtstädtischen Bedarf an Konzertsälen. Zudem werden an der Außenfassade alle Waschbetonplatten gereinigt, so dass das Gebäude eine zeitgemäße Anmutung erhält.

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