Schunter verunreinigt: Die Stadt hat den Schuldigen gefunden

23. November 2018 von
In die Schunter gelangten übelriechende Verunreinigungen. Symbolfoto: pixabay
Braunschweig. Bereits vor einigen Monaten sind in Kralenriede übel riechende Flüssigkeiten über ein Regenwasserrohrsystem in die Schunter gelangt. Die Stadt stellte auf Wunsch der Grünen Nachforschungen an. Geklärt werden sollte, wie es zu der Verunreinigung kam. Das Ergebnis wurde dem Stadtbezirksrat Schunteraue vorgestellt.

Die Stadt musste mit Tankwagen anrücken und das Rohrsystem und den Graben abpumpen. Das kontaminierte Erdreich wurde entnommen und entsorgt. Am 9. Oktober wurden wieder Schadstoffe über das Rohrsystem (Regenwasser) aus dem Gewerbegebiet Kralenriede/Ost in die Schunter eingeleitet. Wasserproben seitens der Behörden wurden genommen.

Die Verwaltung ist der erneuten Ölverunreinigung der Schunter aus dem Regenwasserkanal südlich der Autobahn A 2 am Parnitzweg nachgegangen und hatte die infrage kommenden Hausanschlüsse durch die Stadtentwässerung Braunschweig GmbH (SE|BS) überprüfen lassen, teilte die Verwaltung mit. Ein Zusammenhang mit der im vergangenen Jahr festgestellten Gewässerverunreinigung durch eine bereits vor 20 Jahren außer Betrieb genommene Heizungsanlage, die mittlerweile ordnungsgemäß stillgelegt wurde, habe nicht festgestellt werden können.

Doch was war geschehen?

Vielmehr habe nach Spülung des Regenwasserkanals durch eine Kamerabefahrung das Grundstücks eines angeschlossenen Gewerbebetriebs als Verursacher der Verunreinigung ausgemacht werden können. Durch den Abgleich einer Wasserprobe vom Grundstücksablauf mit den Analyseergebnissen des Spülwassers habe sich dieser Anfangsverdacht bestätigt.

Der Betreiber der Grundstücksentwässerungsanlage und das zuständige Staatliche Gewerbeaufsichtsamt (GAA) wurden informiert. Mit dem Betriebsleiter wurden die vorhandene Leichtflüssigkeitsabscheideranlage und die Eigenverbrauchstankstelle geprüft, so die Stadt. Hier hätte es keine Anhaltspunkte für eine unerlaubte Einleitung in den Regenwasserkanal gegeben. Im Rahmen eines Rundgangs auf dem Betriebsgelände wurde festgestellt, dass alle begutachteten Hofabläufe trocken waren und keine Leichtflüssigkeitsreste enthielten. Das Kanalnetz bis zur Auslaufstelle Parnitzweg wurde von der SE|BS gespült und das Spülwasser entsorgt, so die Verwaltung.

Wie geht es weiter?

Die Stadt dazu: „Nach der städtischen Abwassersatzung haftet der Verursacher bei Schäden, die durch satzungswidrige Benutzung der Anlagen, satzungswidriges Handeln oder unzureichende Vorbehandlung des Abwassers entstehen. Die Zusammenstellung der Kosten erfolgt durch die SE|BS und wird von dort direkt beim Betreiber der Grundstücksentwässerungsanlage geltend gemacht.“

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