Anzeige

Gliesmaroder Bad wird gerettet

22. Oktober 2014 von
Der erster Stadtrat und Stellvertreter des Oberbürgermeisters Christian Geiger, stellte die Vorlage im Rat vor und erntete breite Zustimmung. Symbolfoto: Andre Ehlers
Anzeige

Braunschweig. Der letzte große Schritt ist getan. Am gestrigen Abend stimmte der Rat einstimmig für das Konzept der Verwaltung, das einen Erbbaurechtsvertrag mit der Badezentrum Gliesmarode Betriebsgesellschaft mbH, gegründet von Herrn Friedrich Knapp, vorsieht. 


Anzeige

Friedrich Knapp hat sich entschlossen, für die Fortführung des Bades eine Gesellschaft zu gründen. Vertragspartner des Erbbaurechtsvertrages wird daher die Badezentrum Gliesmarode Betriebsgesellschaft mbH werden. Was ist genau geplant? Die Laufzeit des Erbbaurechtes soll zunächst 10 Jahre betragen. Dem Erbbaurechtsnehmer wird die Option eingeräumt, das Erbbaurecht zweimal um jeweils 5 Jahre zu verlängern. Auf den Erbbauzins von jährlich 46.638,64 Euro wird verzichtet, solange der Betrieb des Badezentrums durch den Erbbaurechtsnehmer erfüllt wird. Der Investor hat einen letzten Rettungsanker eingebaut: Sollte auf dem Gelände erhebliche Altlasten lagern, so gibt es die Möglichkeit den Erbbaurechtsvertrages aufzuheben. Sollte die ordnungsgemäße Entsorgung mehr als 500.000 Euro kosten.

Auch die Bürger haben einen Anteil

Ein weiterer interessanter Aspekt, der in der Vorlage zu lesen war: Der Erbbaurechtsnehmer soll ein Vorkaufsrecht an dem Erbbaugrundstück eingeräumt werden, das jedoch mit Ablauf des Erbbaurechtsvertrages endet. In den Stellungnahmen der einzelnen Parteien lobte Peter Rosenbaum von der BIBS im Besonderen das Engagement der Bürgerinitiative und Bürger, die lange für das Bad gekämpft hätten. Durch alle Fraktionen war aber auch zu hören, dass sich viele ein Betriebskonzept gewünscht hätten. Niemand weiß momentan Antworten auf folgende Fragen: Wie hoch werden die Eintrittspreise sein? Welche Angebote wird es geben? Wie werden die Öffnungszeiten aussehen? So wurde betont, dass ein hohes Maß an Vertrauen in Friedrich Knapp gesetzt wird. Klaus Wendroth Fraktionsvorsitzender der CDU sagte trotz aller Bedenken: „Wir haben ein gutes Gefühl bei dieser Sache.“  Eine offizielle Aussage zum weiteren Vorgehen von Friedrich Knapp steht noch aus. Sie wird im Laufe des morgigen Tages erwartet. Die ausführlichen Pläne können Sie hier noch einmal nachlesen.

Anzeige

homezur Startseite printDrucken