SPD-Kritik: „Magniviertel erstickt unter eigener Attraktivität“

26. November 2018
Zu viele Autos, zu wenig Parkplätze? Das Magniviertel war Thema einer SPD-Bürgerveranstaltung. Foto: Alexander Dontscheff/Archiv
Braunschweig. Wie die Anforderungen von Anwohnern, Geschäftsinhabern und den öffentlichen Einrichtungen im Magniviertel verträglich miteinander vereinbart werden können, diskutierten zahlreiche Bürger jüngst auf Einladung des SPD Ortsvereins Braunschweig Innenstadt im Magni Boutique Hotel.

„Schlechte Luft, zu viel Autoverkehr, zu wenig Parkplätze. Zu wenig Raum für Fussgänger, keine Fahrradwege: Das Magniviertel als letztes zusammenhängendes historisches Quartier erstickt unter seiner eigenen Attraktivität“, schreibt der SPD Ortsverein in seiner Pressemitteilung. „Wir möchten nicht von oben herab schnelle Lösungen präsentieren, sondern alle Betroffenen mit ins Boot holen“, so Garnet Rösch-Meier, Ortsvereinsvorsitzende der SPD Innenstadt. Deshalb habe die SPD als Referenten Dipl.-Ing. Architekt Leonhard Pröttel vom Verein MoVeBs (Mobilität und Verkehr in Braunschweig) eingeladen, der Konzeptansätze vorgestellt habe.

Könnten „Verkehrsschleifen“ helfen?

Ziel sei es, die Erreichbarkeit der Gastronomie, Geschäfte und Wohnungen weiter zu gewährleisten – bei gleichzeitiger Erhöhung der Aufenthaltsqualität für die Anwohner und mehr Raum für Fußgänger- und Radler. Pröttel schlug hierzu vor: „Der Durchgangsverkehr für Autofahrer, die über das Magniviertel die Ampeln an Stoben-, August- und Georg-Eckert-Straße umgehen wollen, sollte rausgenommen werden.“ Er habe für die Schaffung von „Verkehrsschleifen“ plädiert, die einfahrende Fahrzeuge immer an denselben Ausgangspunkt zurückbringen und damit Durchfahrten unterbinden. Zudem könne der Ölschlägern wie die Straße Am Magnitor zur Fußgängerzone mit eingeschränktem Lieferverkehr umgestaltet werden. Um die Zahl der Parkplätze für Bewohner nicht einzuschränken, seien verschiedene Lösungen denkbar; etwa ein „Parkplatz-Sharing“-System in der nachts leer stehenden Magni-Tiefgarage oder Schaffung von Parkplätzen an der überdimensionierten Georg-Eckert-Straße. Die anwesenden Bürger beteiligten sich in der anschliessenden Diskussion rege mit eigenen Vorschlägen. Ein Ärgernis sei die laxe Überwachung von Kurzzeit-Falschparkern. Und oft würden sich Radfahrer rücksichtslos benehmen: „Um dem Kopfsteinpflaster zu entgehen, radelten sie häufig auf den ohnehin zu engen Gehwegen“, heißt es in der Pressemitteilung. Viele Fragen, viele Lösungsansätze. Die SPD Innenstadt bleibe am Thema dran und lädt alle Bürger ein, sich an der Diskussion zu beteiligen.

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