Statt Ausweiskontrolle: Angriff gegen Polizisten

9. Juli 2018
In beiden Fällen solidarisierten sich Unbeteiligte mit den Angreifern. Symbolbild: Anke Donner
Braunschweig. Nach Polizeiangaben wurden drei Polizeibeamte am gestrigen Sonntag bei zwei Einsätzen in der Innenstadt verletzt. Dabei war es zunächst eigentlich nur um die Verfolgung von Verkehrsordnungswidrigkeiten gegangen.

Am Morgen, gegen 5 Uhr, fiel einer Funkstreife auf der Wallstraße ein Fahrzeug auf, der auf fünf Plätzen mit sieben Personen besetzt war. Bei der Überprüfung versuchten sich zwei Männer der Kontrolle zu entziehen, konnten aber gestoppt werden.

Einer von ihnen, 19-Jahre alt, bedrohte einen Beamten, verweigerte seine Personalien und warf dem Polizisten schließlich seinen Ausweis ins Gesicht. Ein 51-Jähriger mischte sich ein und versetzte dem 27-jährigen Polizisten einen Schlag von hinten an den Kopf. Mittlerweile hatte sich eine Menschentraube von Unbeteiligten gebildet, die sich zum Teil mit den Angreifern solidarisierte. Erst der Einsatz von Beamten von insgesamt neun Streifenwagen konnte eine Eskalation verhindern.

Die Beschuldigten wurden mit richterlicher Anordnung bis zum Mittag in Gewahrsam genommen und erhalten Anzeigen wegen Widerstand und Körperverletzung. Der 27-jährige Beamte und eine 28-jährige Polizistin wurden verletzt und mussten ärztlich versorgt werden.

24-jähriger Beamter erlitt Schürfwunden

Am Abend, gegen 21 Uhr, stellte eine Funkstreife auf dem Bohlweg ein Motorrad fest, das dort schon mindestens eine Stunde auf dem Gehweg geparkt war. Während der Aufnahme der Ordnungswidrigkeit erschien der mutmaßliche Halter des Motorrades, war aber nicht bereit, sich auszuweisen und entfernte sich in ein Lokal.

Hier stellte er sich den Beamten bedrohlich und respektlos gegenüber und musste schließlich mit Zwang überwältigt werden. Dabei erlitt ein 24-jähriger Beamter Schürfwunden.

Auch hier versuchte eine größere Personengruppe auf die Maßnahmen der Polizei einzuwirken, so dass zwei weitere Funkstreifen unterstützen mussten. Der 25-jährige Beschuldigte kam ebenfalls ins Polizeigewahrsam.

Medienpartner

Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006