Studentische Mietpreise: Braunschweig teurer als Hannover

10. Oktober 2018
Studieren in Braunschweig ist sehr teuer - zumindest was die Mietpreise angeht. Symbolfoto: Alexander Dontscheff
Braunschweig/Hannover. Andrang am studentischen Wohnungsmarkt: Mit Semesterbeginn rückt für viele Studierende die Frage nach bezahlbarem Wohnraum abrupt in den Vordergrund. Passend dazu hat die Studienreihe „Fachkraft 2030“ das studentische Mietniveau in Deutschland auf Länder- und Städteebene analysiert. Das berichtet die Studitemps GmbH.

Für Niedersachsen wurde dabei eine Pro-Kopf-Mietbelastung von 14,21 Euro/m² (warm) ermittelt. Ein Wert, den Braunschweig auf Städteebene deutlich überbietet – nicht jedoch Hannover.

Der in den Ballungszentren ohnehin aufgeheizte Wohnungsmarkt habe für Studierende gerade zu Semesterbeginn wenig Gutes zu bieten. Zentral gelegener Wohnraum sei nicht nur schwer zu finden, sondern auch hoch im Preis. Für viele Erstsemester oder Wechselnde von Hochschulen und Studiengängen ein echtes Problem. In Niedersachsen habe die studentische Warmmiete im Untersuchungszeitraum bei 14,21 Euro/m² gelegen, was einen mittleren Platz 8 im bundesweiten Mietpreisvergleich der Länder bedeute.

Auf Städteebene falle auf, dass Braunschweig mit einem Preisniveau von 17,19 Euro pro Quadratmeter zu den zehn teuersten Standorten in Deutschland zähle – deutlich vor der Hauptstadt Hannover, die mit 13,77 Euro sogar unter dem Landesdurchschnitt bleibe. Zu diesem Ergebnis kommt die 11. Erhebung der Studienreihe „Fachkraft 2030“, die von Studitemps zusammen mit dem Department of Labour Economics der Maastricht University im März 2018 durchgeführt wurde. Bundesweit nahmen rund 18.000 Personen an der Befragung teil.

Studierende in Niedersachsen zahlen 367 Euro Warmmiete pro Monat

Zum Vergleich: In Hamburg, Deutschlands teuerstem Bundesland, mussten Studierende zum Sommersemester 2017 eine Warmmiete von durchschnittlich 17,35 Euro/m² bezahlen – also knapp 3 Euro mehr als in Niedersachsen. Bundesweit am günstigsten war mit 11,35 Euro/m² hingegen die Situation in Thüringen. Daneben wurde im Rahmen der Befragung auch die absolute Mietbelastung pro Kopf analysiert. Hier zeigt sich für Niedersachsen, dass Studierende im Durchschnitt 367 Euro pro Monat für die Begleichung der Warmmiete aufbringen müssen. Dieser Wert entspricht bundesweit ebenfalls Platz 8.

Mietbelastungs-Index in Niedersachsen: 35,3 Stunden Arbeit pro Monat

Zudem wurde in der Mietfrage folgendem Aspekt nachgegangen: Wie viele Arbeitsstunden müssten Studierende pro Bundesland und Monat investieren, um sich die Warmmiete leisten zu können? Hierfür wurde neben der absoluten monatlichen Mietbelastung das regionale studentische Lohnniveau ermittelt. Da dieses in Niedersachsen zum Erhebungszeitraum 10,41 Euro/h betrug, liegt der Mietbelastungs-Index bei 35,3 Arbeitsstunden pro Monat. Auch hier der Regionalvergleich: In Hamburg fallen für die Deckung des Mietbetrages 42 Stunden Arbeit an (Platz 1 in Deutschland), in Sachsen (Platz16) sind es lediglich 31,1 Stunden – und damit gut vier Stunden weniger als in Niedersachsen.

Stichprobe und weiterführende Informationen

Die Berechnungen beziehen sich ausschließlich auf Studierende, die tatsächlich monatlich Miete zahlen. Dies betrifft 78,6 Prozent der Befragten. Personen, die mietfrei wohnen, zum Beispiel bei den Eltern oder Verwandten, wurden nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zum Thema studentische Mieten finden sich in einem Blogbeitrag unter https://studitemps.de/magazin/neues-aus-dem-studentischen-leben-spassbremse-wohnungsmarkt, darunter Detailergebnisse für bundesweit über 30 Städte mit einer Fallzahl von mindestens 100 Befragten sowie Informationen zu studentischen Wohnformen. Ferner ist die Komplettversion der Sonderauswertung „Studium und Nebenerwerbstätigkeit“ unter https://studitemps.de/studium-und-nebenerwerbstaetigkeit verfügbar.

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