„Tötung in Kauf genommen“: Nach Messerattacke vor Gericht

10. August 2018 von
Dem 35-Jährigen wird versuchte Tötung vorgeworfen. Symbolfoto: Alexander Panknin
Braunschweig. Derzeit läuft vor dem Braunschweiger Landgericht die Verhandlungen gegen einen 35-Jährigen. Ihm wird „Versuchter Totschlag" zur Last gelegt. Laut Anklageschrift habe der Mann am 11. Januar nach einem Streit in einer Gaststätte in Braunschweig versucht, zwei andere Personen mit einem Messerangriff zu töten.

Nachdem der Wirt die streitenden Personen auffordert haben soll, das Lokal zu verlassen, habe der mutmaßliche Täter in der Küche nach einem Messer gesucht und sich anschließend mit einer 20 Zentimeter langen Klinge bewaffnet auf die Straße begeben. Der Angeklagte habe zunächst versucht, den Sohn des späteren Opfers mit dem Messer in den Bauch zu stechen. Diesem sei es gelungen, auszuweichen. Nachdem der Sohn des Opfers dann allerdings doch zu Boden gegangen sei, habe der Angeklagte ihm einen Messerstich in den Bauch versetzt. Auch dem Vater habe er Schnittverletzungen am Kinn und Bauch hinzugefügt. Der 35-Jährige habe bei den gezielten Messerstichen billigend in Kauf genommen, die beiden Opfer zu töten, so die Anklage. Erst nach Verlassen des Tatortes habe er von seinem Plan Abstand genommen. Der mutmaßliche Täter befindet sich derzeit in Untersuchungshaft befindet. Das Urteil soll laut Gericht am letzten Verhandlungstag am 27. August fallen. 

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