Umgestaltung am Ringgleis: So geht es weiter

13. März 2019
Das Ringgleis soll zu einem Freizeitweg für Spaziergänger und Radfahrer umgebaut werden. Symbolbild: Pixabay
Braunschweig. Das Ringgleisprojekt, die Umwandlung des alten Industriegleises rund um die Stadt zu einem Freizeitweg für Fußgänger und Radfahrer, entwickelt sich dynamisch mit einer Reihe von Baumaßnahmen weiter, so dass der provisorische Ringschluss unter Nutzung vorhandener Alternativrouten voraussichtlich noch in diesem Jahr erreicht werde, so die Stadt Braunschweig.

In der 21. Sitzung des „Gesamtstädtischen Arbeitskreis Ringgleis“ am 13. März stellte die Verwaltung die Planung für die Querungen am Bienroder Weg und an der Hans-Sommer-Straße sowie die Alternativroute Mastbruchsiedlung vor. Letztere, also der Abschnitt Helmstedter Straße-Mastbruchsiedlung und weiter Richtung Riddagshausen, sei wichtig für den Ringschluss. Hier im Abschnitt Ost des Ringgleises werde eine Alternativroute realisiert, da an der eigentlichen Trasse aktuell keine Flächen zur Verfügung stünden. Der Abschnitt verlaufe von der Helmstedter Straße bis zu einem Weg in der Feldmark, östlich der Mastbruchsiedlung. Auf dem ersten Teilstück, parallel zur Heinz-Scheer-Straße, führt der Weg entlang der begrünten Bahnböschung. Nach gut 300 Metern knickt er auf eine Anliegerstraße ab. Ab hier geht es weiter zur Reitlingstraße und zum Herzbergstieg, von wo ein vorhandener Feldweg für den Ringgleisweg in drei Meter Breite und 130 Metern Länge ausgebaut wird. Alle neuen Wege seien in wassergebundener Decke geplant, allein die Anschlussstellen zu den mit Asphalt befestigten Straßen werden in der Regel auf fünf Metern Länge in gelbem Pflaster angelegt.

Fuß- und Radwege für beide Richtungen

Richtung Riddagshausen gehe es weiter auf Wegen der Feldmarksinteressentschaft (FI) „Rautheim“, worüber ein Gestattungsvertrag zwischen Stadt und FI abgeschlossen werde. Die Baukosten für den geschilderten Abschnitt belaufen sich auf etwa 115.000 Euro. Von der Helmstedter Straße in die andere, südwestliche Richtung führt der Ringgleisweg künftig zum Reindagerothweg. Die heutige Ampelquerung für Fußgänger werde für den Radverkehr ausgebaut. Ab Helmstedter Straße in Richtung Reindagerothweg gebe es bereits einen baulich getrennten Radweg in Richtung Süden und einen etwas über zwei Meter breiten Gehweg. Um den vorhandenen, schützenswerten Baumbestand weitestgehend erhalten zu können, sei die Realisierung eines vier Meter breiten Geh- und Radwegs parallel zur Straße vorgesehen, den Radfahrer in beide Richtungen nutzen könnten. Der bestehende Einrichtungsradweg werde zurückgebaut und unter anderem mit drei neuen Bäumen begrünt. Kosten der Umbaumaßnahme: rund 115.000 Euro.

Zusätzlich solle der Reindagerothweg saniert werden. Er stehe bereits jetzt Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung und werde als Baustein des Ringgleises mit der zu erwartenden hohen Frequentierung erheblich aufgewertet. Unebenheiten werden ausgeglichen, eingewachsene Ränder freigelegt, und die wassergebundene Deckschicht werde in gelber Farbgebung komplett erneuert. Im Bereich der Stellplatzanlage des Kleingartenvereins werde der Weg zwischen der im Bestand asphaltierten Zufahrt und dem mit Pollern versehenen Beginn des Fuß- und Radweges asphaltiert. Die Kosten dafür würden sich auf rund 110.000 Euro belaufen.

Querungshilfe am Bahnübergang

Die provisorische Weiterführung des nördlichen Ringgleisabschnitts vom Bienroder Weg nach Osten hin zur Beethovenstraße über Flächen der Technischen Universität Braunschweig erfordert, wie bereits berichtet, am Bienroder Weg den Bau einer Querungshilfe nördlich des Bahnübergangs. Dazu werde der Bienroder Weg im Bereich der Querungshilfe aufgeweitet, Bord und Gosse werden verlegt. Zu beiden Seiten der Fahrbahn werden die Nebenanlagen so gestaltet, dass in diesem Bereich Radverkehr jeweils in beide Richtungen möglich sei. Im Bereich des Gotenweges werde der Radweg in auffälligem Rot markiert. Die Hans-Sommer-Straße quert der Ringgleisweg nahe der Eisenbahnüberführung zum Bahnhof Gliesmarode, von Süden kommend auf einem Weg neben dem Bahndamm und weiter in die Abtstraße. Da dieser Bereich im Zuge der beabsichtigten Neugestaltung des Gliesmaroder Bahnhof in absehbarer Zeit umgebaut werde, werden Aufwand und Kosten für die provisorische Querung gering gehalten. Neben einer Beschilderung sollen zusätzliche Fahrbahnmarkierungen und eine Anpassung der Lichtsignalanlage eine sichere und einfache Querung ermöglichen.

Foto: Stadt Braunschweig

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