ver.di ruft Bankangestellte am Dienstag zum Streik auf

13. Mai 2019
Es soll auch einen Demonstrationszug durch Braunschweig geben. Archivfoto: Sina Rühland
Braunschweig. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten im Bankgewerbe in den Regionen Hannover, Bremen und Braunschweig zu einem ganztägigen Warnstreik auf. In Braunschweig sind die Nord/LB, die Commerzbank und die Deutsche Bank betroffen. Das teilt ver.di in einer Pressemitteilung mit.

„Wir rechnen in Braunschweig mit bis zu 300 Streikenden!“ so Gewerkschaftssekretär Moritz Braukmüller. Nach einer Auftaktkundgebung auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz wird es einen Demonstrationszug durch die Stadt geben, ehe sich die Teilnehmenden wieder auf dem Platz zur Abschlusskundgebung mit Bezirksgeschäftsführer Sebastian Wertmüller einfinden werden.

Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro steigen

ver.di fordert für die bundesweit zirka 200.000 Beschäftigten eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent, die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro steigen. Darüber fordert die Gewerkschaft sechs bezahlte Entlastungstage pro Jahr und einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildungsmaßnahmen.

„Bankangestellte sind seit Jahren das Schlusslicht bei der Entwicklung der Tarifgehälter“, weiß der für die Finanzwirtschaft zuständige Landesfachbereichsleiter Jörg Reinbrecht. „Es gibt hier einen erheblichen Nachholbedarf. Die Angestellten sind nicht bereit, weitere Reallohnverluste hinzunehmen.“

„Blockadehaltung der Bank-Arbeitgeber“

„Auch in der dritten Verhandlung haben die Bank-Arbeitgeber ihre Blockadehaltung in den Tarifverhandlungen nicht aufgegeben“, so Reinbrecht. Sie hatten ein Angebot vorgelegt, das für die Jahre 2019 bis 2021 nur zu einem Gehaltsplus von 1 Prozent pro Jahr führen würde. Alle weiteren Forderungen von ver.di waren weiterhin abgelehnt worden.

Die Warnstreiks finden im Rahmen von regionalen Warnstreiks vor der vierten Verhandlungsrunde am 20. Mai statt. Viele Angestellte der Nord/LB beteiligen sich auch deshalb, weil sie Angst um ihren Arbeitsplatz haben. Sie erwarten vom Arbeitgeber, dass dieser mit ver.di in Verhandlungen zu einem Beschäftigungssicherungstarifvertrag eintritt.

Landesweit betroffen sind Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Hypothekenbank, ING, LBS-Nord, NBank, Nord/LB, Sparkasse Bremen und UniCredit. ver.di rechnet insgesamt mit mindestens 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

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