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Welpen werden zum Betteln missbraucht

16. Februar 2016 von
Symbolbild: A. Donner
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Braunschweig. In der vergangenen Woche wurde in Braunschweig ein Fall bekannt (regionalHeute.de berichtete), bei dem sich Bettler mit einem verwahrlosten Welpen in der Innenstadt aufhielten und um Unterstützung baten. Die Polizei schritt ein. Aus ganz Deutschland mehren sich in den letzten Wochen Meldungen, dass osteuropäische Bettel-Banden mit Welpen auf die Straße gehen. Die niedlichen Tiere sollen die Spendenbereitschaft erhöhen. 


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Tierschutzorganisationen verurteilen die Machenschaften. Beate Gries, Initiative Stadttiere Braunschweig, appelliert an die Braunschweiger: Man solle hinschauen und Fälle der Polizei oder dem Zentralen Ordnungsdienst melden. Aus ihrer Sicht sollte es generell untersagt werden, dass Menschen mit Tieren betteln würden. Sie lobte in dem aktuellen Fall die Beamten, die sich sehr für die Welpe eingesetzt hätten. Je häufiger so etwas von Bürgern angezeigt werde, umso weniger lukrativ würde die Geschichte für „Bettel-Banden“ werden. „Schaut hin und seid nicht nur betreten, macht etwas, so könnt ihr helfen“, sagt Gries.

„Tiere dienen dazu den Mitleidsfaktor zu erhöhen“

Joachim Grande, Pressesprecher Polizei Braunschweig, kennt die Problematik, in Braunschweig sei bis auf den in der letzten Woche gemeldeten Fall, aber lediglich ein weiterer vom 07.11.2015 erfasst. „Damals bettelte auch jemand mit Hilfe eines wenige Wochen alten Welpen, der krank und verwahrlost war. Die Tiere dienen natürlich dazu, den Mitleidsfaktor zu erhöhen. Inwieweit dies organisiert ist, vermag ich für Braunschweig nicht zu sagen. Auffallend ist, dass es sich in allen Fällen um Bettler aus der Slowakei handelte“, so Grande. „Ansonsten haben wir gerade im Winter immer wieder Zirkusleute, die mit ihren Tieren in der Innenstadt um Geld bitten“, so der Sprecher weiter. Auch dies kritisiert Beate Gries. „Die Ponys müssen oft bei Minusgraden über Stunden an der gleichen Stelle stehen, dass ist sicher nicht artgerecht. Auch hier wünschen wir uns, dass es aufhört. Ich kann nur noch einmal bekräftigten, dass diese Fälle alle gemeldet werden, um denen das „Geschäft“ so unattraktiv wie möglich zu machen. Wer Tiere dazu nutzt, um Einnahmen zu generieren, der braucht eine Genehmigung, diese liegt aber fast nie vor. In diesen Situationen kann der ZOD oder die Polizei tätig werden und das Ganze untersagen, dazu müssten die Fälle aber bekannt sein.“

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