Wurstskandal: Auch Ikea Braunschweig von Wilke beliefert

7. Oktober 2019 von
Nachdem der Großhändler mitgeteilt hatte, dass man Wurstwaren des Herstellers Wilke ausgeliefert habe, ordnete Ikea umgehend einen Verkaufsstopp an. Symbolfoto: Pixabay
Braunschweig. Bereits am 2. Oktober gab der Landkreis Waldeck-Frankenberg die Schließung der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG bekannt. Der Grund: Über Monate hinweg seien von dort aus Wurstwaren im Umlauf geraten, die mit Listerien belastet waren. Zwei Menschen sind an einer durch die Keime ausgelösten Krankheit bereits gestorben. Langsam zeigt sich das Ausmaß dieses Lebensmittelskandals - auch bei Ikea wurden Wurstwaren des Herstellers verkauft.

Bereits am frühen Nachmittag des 2. Oktober sei die Zentrale des Ikea-Einrichtungshauses von Ihrem Großhändler informiert worden, dass der zuständige Landkreis die Produktionshäuser des Fleisch- und Wurstwarenherstellers wegen des Nachweises von Listeriose-Keimen geschlossen habe. Dies teilte Ikea auf Anfrage von regionalHeute.de mit. Weiter heißt es: „Über unseren Vertragspartner, den Großhändler Service-Bund, erhält Ikea Deutschland Wurst-Aufschnitt für unsere Kunden- und Mitarbeiterrestaurants von diesem Hersteller.“

Sind Kunden in Gefahr? 

Bei Ikea hätten Produktsicherheit und das Wohlergehen der Kunden oberste Priorität, antwortet die Zentrale des Möbelhauses auf die Frage, ob auch die Filiale in Braunschweig von den belasteten Wurstwaren betroffen sei. Man habe als Vorsichtsmaßnahme den Verkauf aller Produkte des Herstellers umgehend gestoppt: „Dieser Stopp betrifft ausschließlich Wurst-Aufschnitt aus dem Restaurantbereich, nicht betroffen ist unser übriges Fleisch- und Wurstwaren-Sortiment aus dem Restaurant, dem Schwedenshop und dem Bistro, diese Produkte stammen von anderen Lieferanten“, beruhigt die Möbelhauskette in ihrem Statement.

Man habe inzwischen einen alternativen Lieferanten gefunden: deshalb können in den Ikea Einrichtungshäusern – auch in Braunschweig – wieder bedenkenlos Aufschnitt-Wursterzeugnisse angeboten werden.

Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg teilt dazu mit, dass eine Infektion mit Listerien zwar für gesunde Menschen in der Regel keine Gefahr darstellt, für Menschen mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem können sich jedoch schwere Krankheitsverläufe einstellen, die schlimmstenfalls sogar zum Tode führen können. Deshalb wird empfohlen, Produkte der Firma Wilke nicht zu mehr verzehren, sondern vorsorglich zu entsorgen.

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