Zukunft des Theologischen Zentrums Braunschweig offen

26. November 2018
Die Zukunft des Theologischen Zentrums Braunschweig. Foto: thzbs.de
Braunschweig. Ob das Theologische Zentrum Braunschweig zu einem Ort der Bildung und Begegnung weiterentwickelt wird, ist weiter offen. Zwar liegen mittlerweile konzeptionelle Ausarbeitungen und Kostenberechnungen dafür vor, allerdings gibt es noch keine Verständigung über konkrete Verträge zwischen den Eigentümern und Nutzern des Gebäudekomplexes. Darauf hat der Projektbeauftragte Hans-Peter Hoppe vor der Landessynode in Goslar hingewiesen.

Wie die Ev.-luth. Landeskirche mitteilt, hält es Hoppe nach wie vor für sinnvoll, die Bildungseinrichtungen der Landeskirche inhaltlich und organisatorisch in einem Kompetenzzentrum zusammenzufassen und an einem Standort zu konzentrieren. Außerdem schaffe der besondere Ort in der Innenstadt Braunschweigs mit seiner Einbindung von Kirche und Kreuzgang eine besondere Atmosphäre, „die für Seminare und Tagungen ein Alleinstellungsmerkmal bedeutet“.

Es gebe mittlerweile ein Gutachten über den Verkaufs- und Mietwert der Immobilie, allerdings müsse noch entschieden werden, ob es einen Eigentumsübergang oder ein Vermietungsmodell geben soll. „Insgesamt werden sechs Varianten des Eigentumsübergangs und zwei Varianten der Vermietung und Verpachtung verhandelt“, so Hoppe. Verhandlungspartner sind die Gemeinde St. Ulrici Brüdern und der Stadtkirchenverband als Eigentümer sowie die Landeskirche als Nutzer.

Umbauten nötig

Wie Hoppe ausführte, sehen die Eigentümer die Notwendigkeit von Umbauten, sie lehnten allerdings eine Erweiterung des Gebäudes oder die Überdachung des Innenhofes ab. Laut Hoppe sei aber davon auszugehen, dass der Bedarf in dem Gebäudekomplex ohne bauliche Erweiterungen gedeckt werden kann. Gemäß einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2016 sei von Bauinvestitionen von rund 9,15 Millionen Euro auszugehen. Bei einer Alternative ohne Gästebetrieb reduziere sich diese Investition auf etwa 7,3 Millionen Euro. Wobei, so Hoppe, die Landeskirche aufgrund bestehender Verträge ohnehin rund 5 Millionen Euro für die Bauunterhaltung des Gebäudes aufwenden müsse.

Nicht zuletzt machte der Projektbeauftragte einen Vorschlag für einen neuen Namen des Theologischen Zentrums. Angesichts der historischen Bedeutung des Ortes und seiner Nutzung als Bildungszentrum könne er sich gut den Namen „Bugenhagen-Kolleg“ vorstellen.

„Mehrwert“ in Frage gestellt

In der synodalen Diskussion wurden erneut Zweifel laut, ob die geplante Weiterentwicklung des Theologischen Zentrums sinnvoll und notwendig sei. Von vielen Rednern wurde deren „Mehrwert“ in Frage gestellt. Bestehende Strukturen würden die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen ausreichend gewährleisten, hieß es. Außerdem wurde bezweifelt, ob der Ausbau des Zentrums in Braunschweig Akzeptanz in den Kirchengemeinden finde. Insbesondere ein Gästebetrieb im Rahmen des Zentrums wurde kritisch gesehen. Zweifel herrschten hier insbesondere an dessen Wirtschaftlichkeit.

Synodenpräsident Dr. Peter Abramowski machte deutlich, dass die Synode nach dem erneuten Sachstandsbericht in absehbarer Zeit ein endgültiges Konzept samt Beschlussvorschlag erwarte, sobald die Verhandlungen zwischen Eigentümern und Nutzern abgeschlossen sind.

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