Zum Reisepass gibt es bald den Organspendeausweis dazu

4. April 2019
In Braunschweig soll es demnächst bei der Abholung von Ausweisdokumenten ganz unverbindlich einen Organspendeausweis mit dazu geben. Symbolfoto: Archiv
Braunschweig. Zukünftig wird bei der Abholung neuer Ausweisdokumente auch ein Organspendeausweis und ein Informationsflyer mit ausgegeben. Dies beschloss der Rat der Stadt am Dienstag auf Antrag der Fraktion P². Der Oberbürgermeister solle die notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit die Stadt Braunschweig die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Landessozialministerium in ihren Bemühungen zur gesundheitlichen Aufklärung über Organspenden unterstützt. Das teilt die Fraktion P² mit.

„Während auf Bundesebene noch groß rumlamentiert wird, ob und wie Organspende geregelt wird, tragen wir hier vor Ort mit geringem Aufwand dazu bei, dass sich die Spenderquote erhöht. Eine kleine pfiffige Idee, die viel Auswirkung haben kann – und wenn nur eine Person von Hundert diesen Ausweis ausfüllt, war der Antrag ein voller Erfolg“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Maximilian P. Hahn.

Die öffentlichen Diskussionen zu den Reformen der Organspende sowie der umstrittenen Widerspruchslösung hätten bereits dazu geführt, dass sich wieder mehr Menschen mit der Thematik auseinandersetzen. Auch sei in 2018 die Anzahl der Organspender, der gespendeten Organe sowie der Organübertragungen bundesweit leicht angestiegen, allerdings nicht in Niedersachsen. Bei einer bundesweiten Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in 2018 hätten zum Beispiel in der Altersgruppe der bis 25-Jährigen 56 Prozent Informationsbedarf über Organ- und Gewebespenden. „Diesem Informationsbedarf können wir abhelfen, zumindest bei der Ausweisabholung in Braunschweig“, so Hahn, der selbst einen Organspendeausweis bei sich trägt.

Auch SPD begrüßt die Entscheidung

Auch Annette Schütze, SPD-Ratsfrau und Vorsitzende des Sozialausschusses, begrüßt die Annahme des Antrags.„Angesichts der Situation, dass derzeit tausende Menschen auf ein Spenderorgan warten, begrüßt die SPD-Fraktion den Denkanstoß ausdrücklich, der mit der Ausgabe des Informationsmaterials zur Organspende inklusive des Ausweises verbunden ist. Wir haben darüber hinaus die Verwaltung in der Sitzung des Sozialausschusses gebeten, darüber nachzudenken, in welcher Form die Braunschweigerinnen und Braunschweiger darüber hinaus für die Thematik der Organspende sensibilisiert werden könnten“, so Schütze in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion.

Medienpartner
Anzeigen
Veranstaltungen
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: braunschweig@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-21
Telefonnummern
Apotheken-Notdienst: 22 8 33
Ärztlicher Notdienst: 116 117
Elterntelefon: 0800 111 0 550
Feuerwehr-Notruf: 112
Frauenhaus Braunschweig: 0531 / 2 80 12 34
Gift-Notruf: 0551 / 19 24 0
Kartensperrungs-Notruf (für alle): 116 116
Kinder- und Jugendtelefon: 0800 / 111 0 333
Klinikum Braunschweig: 0531 / 595-0
Polizei-Notruf: 110
Rettungsdienst-Notruf: 112
Telefonseelsorge (evangelisch): 0800 / 111 0 111
Telefonseelsorge (katholisch): 0800 / 111 0 222
Weisser Ring Opfertelefon: 116 006