Zuwendungsbescheide für die Handwerkskammer offiziell überreicht

19. Dezember 2018
Cherif u Mamoudo aus Liberia (Westafrika) (links) überreicht Kultusminister Grant Hendrik Tonne (rechts) ein selbstgemachtes Schachbrett, das er im Rahmen des Integrationsprojekts "Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)" angefertigt hat. Foto: Bauerfeld / Handwerkskammer
Braunschweig. Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade kann sich gleich über zwei frohe Botschaften kurz vor Weihnachten freuen: Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat am Dienstag dem Präsidenten der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Detlef Bade, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 730.000 Euro überreicht. Das berichtet die Handwerkskammer in einer Pressemitteilung.

Das Land fördert mit den Mitteln die Durchführung der Lehrgänge der überbetrieblichen Berufsausbildung (ÜLU) im Technologiezentrum Handwerk (TZH) in Braunschweig. Zudem übergab der Minister einen Bescheid zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn für den Neubau des Internats.

„Das System der beruflichen Bildung ist ein Erfolgsmodell. Dieses weiter zu stärken, hat daher oberste Priorität für die Landesregierung. Mit der jetzigen Zuwendung von 730.000 Euro für die überbetriebliche Ausbildung unterstützen wir weiter aktiv das ausbildende Handwerk“, sagte Kultusminister Tonne anlässlich der Übergabe des Zuwendungsbescheids. „Die berufliche Bildung ist durchlässig und chancenreich, daher muss sichergestellt sein, dass die Auszubildenden die bestmögliche Ausbildung erhalten. Hier leisten die ausbildenden Betriebe, die berufsbildenden Schulen und die Bildungszentren der überbetrieblichen Berufsausbildung gemeinsam sehr gute Arbeit“, so Tonne weiter.

Bauplanungsarbeiten können sofort beginnen

Neben dem Bewilligungsbescheid hat der Minister auch einen Bescheid zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn (VZM) für den Neubau des Internats am Standort des THZ Braunschweigs übermittelt. Die HWK wird damit in die Lage versetzt, die umfangreichen Bauplanungsarbeiten sofort zu beginnen. Die Modernisierung des Internates wird sich voraussichtlich auf zirka 7,4 Millionen Euro belaufen, der Anteil des Landes beträgt zirka 1,3 Millionen Euro.

Der Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Detlef Bade, sagte: „Wir freuen uns über die Anerkennung und Unterstützung der dualen Ausbildung und unserer überbetrieblichen Bildungsstätten seitens der Landesregierung. Davon profitiert das Handwerk der Region und im gesamten Kammerbezirk.“

Die überbetriebliche Berufsausbildung vermittele Inhalte, die nicht jeder Betrieb vor Ort vorhalten kann. In den überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Handwerkskammern würden den Auszubildenden Fertigkeiten, die über die Spezialisierung des Ausbildungsbetriebes hinausgehen, an modern ausgestatteten Arbeitsplätzen vermittelt. In hochmodernen Werkstätten auf technisch neuestem Stand würden hochspezialisierte Fertigkeiten und Kenntnisse in Theorie und Praxis vermittelt. Das Land fördert die Kurse der sogenannten Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) jeweils hälftig durch Landesmittel und Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie durch Investitionen in die überbetrieblichen Bildungsstätten.

Jährlich 6.800 Lehrlinge

Im für rund 20 Millionen Euro modernisierten Technologiezentrum Handwerk (TZH) in Braunschweig werden jährlich rund 6.800 Lehrlinge in 29 Werkstätten mit 412 Arbeitsplätzen sowie zehn Unterrichtsräumen mit 204 Plätzen im Rahmen der ÜLU ausgebildet. Dies geschieht in den Berufen Anlagenmechaniker, Elektroniker, Friseur, Informationselektroniker, Kaufleute für Büromanagement, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Kfz-Mechatroniker, Maler und Lackierer, Metallbauer und Tischler.

Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade gehört mit über 28.000 Handwerksbetrieben und mehr als 150.000 Beschäftigen zu den zehn größten der insgesamt 53 Handwerkskammern in Deutschland und ist gleichzeitig die größte Niedersachsens.

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